Andachten

Kurz innehalten. Sich für einen Moment besinnen, woher wir eigentlich kommen, was wichtig ist im Leben. Dabei helfen uns kurze Andachten. Die Pastorinnen und Pastoren des Kirchenkreises Rotenburg verfassen jede Woche zwei Zeitungsandachten für die Rotenburger Rundschau und die Rotenburger Kreiszeitung. Wir veröffentlichen sie hier und schaffen damit ein Archiv, auf das Sie zurückgreifen können, wann immer Sie möchten. Denn: Ihre Zeitung werfen Sie irgendwann in den Papierkorb. Die Andachten behalten jedoch ihre Gültigkeit jenseits der Tagesaktualität.

Seiten

Datum
Titel
Name
Sa. 31.01.15
Wochenspruch Sonntag, 01.02.2015 bis Samstag…
Wochenspruch
Wochenspruch Sonntag, 01.02.2015 bis Samstag, 07.02.2015

Wir liegen vor dir mit unserem Gebet und vertrauen nicht auf unsere Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit. (Daniel 9, 18) 

Septuagesimae (3. Sonntag vor der Passionszeit)

Erklärung

Während aus den Verkaufsregalen schon bald Schokoladenhasen und und bunte Eier locken, verstummt in den Gottesdiensten für neun Wochen das Halleluja. Das Jubeln wird erst wieder am Ostermorgen erklingen.
Mit dem Sonntag Septuagesima, dem dritten Sonntag vor der Passionszeit, beginnt für die evangelischen Christen die Zeit der Vorbereitung auf das Osterfest. Zunächst mit dem Nachdenken über Gerechtigkeit. Die Frage nach einem gerechten Gott plagte damals Martin Luther. Seine Entdeckung: Gottes Gnade nicht zu verdienen, sondern darauf vertrauend zu leben. Bibeltexte und Wochenlied machen dies zum Thema.

Thema
Lohn und Gnade

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Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
Fr. 23.01.15
Eine große Familie
Thomas Steinke
Eine große Familie

Die Familie steht nach wie vor hoch im Kurs! Eine Umfrage in Deutschland zum Stellenwert von Familie, Beruf, Hobbies und Freunden brachte folgendes Ergebnis:
Im Jahr 2013 gaben rund 76 Prozent der Befragten an, dass für sie die Familie den höchsten Stellenwert hat. Wir alle sind Teil einer wie auch immer gearteten Familiengeschichte. Auch wenn wir keine eigene Familie gegründet haben, Teil unserer Herkunftsfamilie sind wir alle.
Und als Christinnen und Christen gehören wir nicht nur zu unserer leiblichen Familie, sondern auch zu einer geistlichen Familie: Wir sind Kinder Gottes durch den Glauben an Jesus Christus - und damit seine Schwestern und Brüder und Geschwister untereinander. Als Mitglieder dieser großen Familie sind wir regelmäßig zu „Familientreffen“ eingeladen: Sonntags in den Gottesdienst nämlich. In der nächsten Zeit besonders gemeinsam mit den Geschwistern in der Region zu den Themengottesdiensten zur Aktion „Liebe in Aktion“. Wie wir echte Beziehungen leben können, darum geht es ab dem 18. Februar.
Diese Aktion soll ausstrahlen in unseren „Familienalltag“. Wörtlich und übertragen verstanden. Unsere leiblichen Familienangehörigen werden positive Veränderungen spüren und unsere geistlichen Geschwister hoffentlich auch. In Kleingruppentreffen kann vertieft werden, was beim persönlichen Lesen des Buches angestoßen wird.
Übrigens: In unserer Region werden im Frühjahr zwei „Familienausflüge“ angeboten: Das Pilgerwochenende vom 1.-3. Mai 2015 und die Gemeindefreizeit in Boltenhagen über das Himmelfahrts-Wochenende.
Die Jahreslosung ruft uns dazu auf, uns als Glaubensgeschwister in Liebe zu begegnen - und darüber hinaus niemanden auszugrenzen, der von außen dazu kommt und eine neue Heimat bei uns sucht:
„Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob!“ (Römer
15,7)
 

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Thomas Steinke

Arbeitsbereiche im Kirchenkreis: 
Superintendentur
Thomas
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27389
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Sa. 28.02.15
Ich schäme mich des Evangeliums nicht: Es…
Monatsspruch
Ich schäme mich des Evangeliums nicht: Es ist eine Kraft Gottes, die jeden rettet, der glaubt. Röm 1,16

Ich schäme mich des Evangeliums nicht: Es ist eine Kraft Gottes,
die jeden rettet, der glaubt.
Röm 1,16

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Mo. 12.01.15
Einander annehmen
Einander annehmen

In den achtziger Jahren war ich das erste Mal im Libanon und vor einigen Jahren in Israel und Palästina. Ich war beeindruckt und beschämt von der Gastfreundschaft, die ich dort erlebt habe, beeindruckt, wie freundlich wir aufgenommen und bewirtet wurden, beschämt, als ich daran dachte, mit wie viel Misstrauen und Vorurteilen wir Menschen aus anderen Ländern begegnen. Sicherlich ist es ein Unterschied, ob ich im Urlaub in ein fremdes Land fahre oder flüchten muss, aber gerade Flüchtlinge, von denen wir kaum ahnen, was sie hinter sich haben, brauchen umso mehr Zuwendung und freundliche Aufnahme. Es ist ja noch gar nicht so lange her, dass Deutsche ihre Heimat verlassen mussten und darauf angewiesen waren, ein neues Zuhause zu finden.

Während ich diese Zeilen schreibe, sind in Scheeßel im Gemeindehaus der Lukas-Kirchengemeinde Menschen aller Nationalitäten zu einem „Café International“ eingeladen, sich kennen zu lernen auch über Sprach-, Kultur- und Religionsunterschiede hinweg.

Unterschiede verunsichern und machen vielleicht sogar Angst, aber statt die Angst zu schüren, lässt sie sich abbauen, wenn wir Möglichkeiten schaffen, uns zu begegnen, bereit sind, einander gelten zu lassen und zu unterstützen, auch wenn das nicht immer leicht ist.

Fremde aufzunehmen gehört zu den Werken der Barmherzigkeit, an denen wir gemessen werden, genau so wie: Hungrigen zu essen geben, Durstigen zu trinken geben, Nackte zu bekleiden, Kranke und Gefangene zu besuchen. Denn Jesus sagt: „Alles, was ihr für eines dieser meiner geringsten Geschwister getan habt, habt ihr für mich getan“. (Matthäus 25,40)

So. 11.01.15
Wochenspruch Sonntag, 11.01.2015 bis Samstag…
Wochenspruch
Wochenspruch Sonntag, 11.01.2015 bis Samstag, 17.01.2015

Die der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder. (Röm 8, 14) 

Erklärung

Was bleibt von und was folgt der Geburt im Stall von Bethlehem? Das Fest Epiphanias, zu Deutsch Erscheinung, und die folgenden Sonntage gehen dieser Frage nach. Sie gehören noch zum Weihnachtsfestkreis.
Gott wird sichtbar in Jesus über die Grenzen Israels hinaus, sowohl in dem neugeborenen Kind als auch im herangewachsenen Mann. Davon handeln die Texte in den Gottesdiensten der Epiphaniaszeit: Gelehrte aus fernen Landen kommen, um den „neugeborenen König anzubeten“; während der Taufe Jesu (Evangelium am 1. Sonntag nach Epiphanias) und auf einem Berg im Beisein der engsten Freunde (Evangelium am letzten Sonntag der Epiphaniaszeit) vermacht Gott seine Kraft an Jesus: „Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe“; während einer Hochzeitsfeier in dem Dorf Kana setzt Jesus selbst das erste Zeichen dieser Kraft.

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Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
Mo. 05.01.15
Gute Vorsätze
Gute Vorsätze

Haben Sie um die Jahreswende herum auch gute Vorsätze gefasst? Diese Tage bringen es ja oft mit sich, dass man zurück schaut und Bilanz zieht. So kann man sich über Gelungenes im vergangenen Jahr freuen und auch über Entwicklungen nachdenken, die vielleicht anders verlaufen sind, als man es sich gewünscht hat. Da kommt in 365 Tagen doch so einiges zusammen.

Mancher Rückblick lädt auch dazu ein, sich ganz konkrete Veränderungen vorzunehmen. Viele Menschen fassen dann bestimmte Vorsätze. Im neuen Jahr werde ich dies oder das nicht mehr tun bzw. dies oder das besonders schwungvoll in Angriff nehmen… Doch das kennen vermutlich viele von Ihnen auch aus eigener Erfahrung: Mit den guten Vorsätzen ist das nicht so einfach. Sie sind irgendwie nicht sehr beständig und lösen sich oft ziemlich schnell auf.

 

Zur Jahreswende bekam ich von einer Freundin Post mit einem Gedicht, das zu diesem Thema passt:

 

Flügel möchte ich besitzen,

bis zum blauen Himmel dringen,

wo die schönen Sterne blitzen –

schöner Engel, schenk mir Schwingen.

Als der Engel mich vernommen,

griff er in die Silbertruhe –

und was habe ich bekommen?

Gute, feste Wanderschuhe! (Hedwig Diestel)

 

Bei der Umsetzung guter Vorsätze hätten wir gerne manchmal engelhafte Kräfte, damit wir Mühsames und Anstrengendes sozusagen überfliegen können. Dabei sind bei den alltäglichen Aufgaben feste Wanderschuhe oft sehr nützlich.

 

Ich wünsche uns allen, dass wir uns mit stabilem Schuhwerk auf den Weg in das neue Jahr machen, verwurzelt und geerdet das anpacken, was getan werden muss – und dabei beflügelt und gestärkt sind von Gottes Nähe.

Fr. 02.01.15
Der rote Faden für´s neue Jahr
Frank Hasselberg
Der rote Faden für´s neue Jahr

„Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert“, weiß der Volksmund. Dass das Wollen und das Vollbringen zweierlei Paar Schuhe sind, merkt mancher schon am Neujahrstag. Erich Kästner hat einmal folgenden „Spruch in der Silvesternacht“ geschrieben:

 

„Man soll das Jahr nicht mit Programmen

beladen wie ein krankes Pferd.

Wenn man es allzu sehr beschwert,

bricht es zu guter Letzt zusammen.

 

Je üppiger die Pläne blühen,

umso verzwickter wird die Tat.

Man nimmt sich vor, sich zu bemühen,

und schließlich hat man den Salat!

 

Es nützt nicht viel, sich rotzuschämen.

Es nützt nichts, und es schadet bloß,

sich tausend Dinge vorzunehmen.

Lasst das Programm!

Und bessert euch drauflos!“

 

Leichter gesagt als getan, oder? Statt guter Vorsätze aus der Silvesternacht einfach handeln. Klingt gut, wird meist aber auch in den Anfängen steckenbleiben. Also was tun? So weitermachen wie bisher?

Nur gut, dass wir nicht allein unterwegs sind. Gott geht unsere Wege mit. Das zu erkennen, ist manchmal gar nicht so leicht im Gewirr des Alltags. Aber vielleicht sehen wir unsere Tage nur von der verkehrten Seite an. Denn mit unserem Leben ist es wie mit einem geknüpften Teppich. Von unten betrachtet sieht man nur ein Durcheinander von bunten Fäden. Aber von der richtigen Seite gesehen, erkennt man sofort das Muster, die Ordnung, nach der das alles geknüpft und miteinander verbunden ist.

Gott ist der rote Faden, der unserem Leben Richtung und Ziel gibt. Er verlangt nicht mehr von uns, als wir leisten können. Wo wir uns selber überfordern, wo wir an unsern eigenen Ansprüchen und Vorsätzen scheitern, da gibt er uns Orientierung.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein gesegnetes neues Jahr.

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Frank Hasselberg

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Frank
Hasselberg
Pastor, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis
Schneverdinger Straße 14
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Mo. 01.12.14
Nicht in Stimmung für Weihnachten
Matthias Richter
Nicht in Stimmung für Weihnachten

Immer in der Adventszeit erzählt meine Freundin in Berlin, dass sie überhaupt nicht in Stimmung für Weihnachten ist. Wahrscheinlich vergisst sie, dass sie das schon letztes Jahr erzählt hat. Mal sagt sie: „Wie soll man bei 13 Grad plus in Weihnachtsstimmung kommen!“ Dann denke ich: Wie sollen dann die Australier in Weihnachtsstimmung kommen? Ein anderes Mal sagt sie: „Das Geschiebe in der Stadt hat ja mit Weihnachtsstimmung überhaupt nichts zu tun! Außerdem ist in den Adventswochen im Büro immer viel zu tun. Wenn man es mit den Kollegen mal ein bisschen weihnachtlich machen möchte, sind stattdessen immer dringende Projekte zu bearbeiten. Und abends ist man dann ja auch nicht mehr in Stimmung.“ Wenn dann endlich wirklich Weihnachten ist, fährt sie zu ihren Eltern. Dann gibt es drei Tage lang Lebkuchen, Stollen, Gänsebraten und Marzipan. Wenn sie wiederkommt, sagt sie: „Für meine Eltern besteht Weihnachten wohl nur aus Essen, ich habe bestimmt drei Kilo zugenommen.“ Ich glaube, wenn der Alltag wieder beginnt, ist sie richtig froh, dass sie nun nicht mehr in Weihnachtstimmung kommen muss

Sie ist bestimmt nicht die einzige, die sich mit dem Gefühl herumschlägt: „Ich bin überhaupt nicht in Stimmung für Weihnachten!“ Was soll man so jemandem sagen?

Man muss wohl die Personen anschauen, die zu Weihnachten gehören. Maria soll einen Sohn gebären. Dafür ist sie nicht nur nicht in Stimmung, es ist nicht nur unpassend, sondern sogar völlig unmöglich. Joseph ist auch nicht darauf eingestellt nun Vater zu werden. Beide sind überhaupt nicht in Stimmung wegen einer Volkszählung nach Bethlehem zu reisen. Jesus kam zur Welt, aber hat ihn jemand gefragt, ob er in Stimmung war, Gottes Sohn zu werden? Die Hirten auf dem Feld wurden von den Engeln geradezu überrumpelt und ob Maria so kurz nach der Geburt schon in Stimmung für einen Besuch war, dürfen wir bezweifeln.

Also: Weihnachten kommt einem so richtig in die Quere. Es durchkreuzt alle Erwartungen. Aber Menschen lassen sich darauf ein. Maria bekommt ihr Kind. Joseph wird Vater. Hirten machen sich auf den Weg. Gott wird Mensch – wie Sie und ich und ist in all dem dabei, was wir erleben und manchmal auch erleiden.

Darauf warte ich ab sofort wieder in diesem Advent ganz bewusst. Und wundere mich dann und wann. Gott gefällt es, in unpassende Situationen zu kommen. Gott ist ein bisschen unhöflich: kommt, wann er will, einfach so. Unvermutet. Unerwartet. Und zum Glück ist es gar nicht wichtig, ob ich in Stimmung für ihn bin.

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Matthias Richter

Matthias
Richter
Theologischer Direktor des Agaplesion Diakonieklinikums
Elise-Averdiek-Straße 17
27356
Rotenburg
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(04261) 77-0
Mo. 01.12.14
Die Wüste und Einöde wird frohlocken, und…
Monatsspruch
Die Wüste und Einöde wird frohlocken, und die Steppe wird jubeln und wird blühen wie die Lilien. Jes 35,1
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Fr. 21.11.14
Trost der Bäume
Frank Hasselberg
Trost der Bäume

"Wer möchte leben ohne den Trost der Bäume! Wie gut, dass sie am Sterben teilhaben!" An diese Gedichtzeilen von Günther Eich denke ich, wenn ich in diesen Tagen durch den Wald oder unsere Straßen gehe. Den Trost der Bäume suchen Menschen seit alters. Bäume sind fest verwurzelt und recken sich doch zum Himmel. So werden sie zum Vorbild für Menschen in ihrer Sehnsucht nach einem Halt, der trägt, un in ihrer Hoffnung nach Gottes Himmel.

Günther Eichnennt einen anderer Grund des Trostes. Die Bäume haben teil am Sterben. Sie sterben nicht erst am Ende, sondern Jahr für Jahr. Im Herbst zieht der Baum seine Lebenskraft aus den Ästen und Zweigen zurück, und er erscheint nach außen tot. Doch im nächsten Frühjahr wird er wieder lebendig und grünt von neuem.

Welch ein Trost! Denn in meinem Leben geht es ähnlich zu. Da sind nicht nur die Zeiten des Wachsens und des Erfolgs. Ich muss Dinge loslassen, die mir lieb geworden sind. Ich muss von Menschen Abschied nehmen, die mich lange begleitet haben. Und manchmal spüre ich, dass ich mich verausgabt haben, dass ich mich zurückziehen muss, um neue Kräfte zu sammeln. An den Bäumen im Herbst sehe ich: Das Loslassen ist ein Teil des Lebens. Wenn ich das nicht könnte, würde sich meine Lebenskraft verlieren. Das Leben kann nur gelingen, wo Wachsen und Loslassen ihre Zeit haben.

Beides, das Werden und das Vergehen, ist gehalten von Gott. Darum vergleicht die Bibel Menschen, die sich ganz auf Gott verlassen können, mit Bäumen. Und Paul Gerhardt dichtet: "Mach in mir deinem Geiste Raum, dass ich dir werd ein guter Baum, und lass mich Wurzel treiben." (EG 503,14). Stark in Gott verwurzelt, muss mir vor dem Sterben und Loslassen nicht bange sein.

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Frank Hasselberg

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Frank
Hasselberg
Pastor, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis
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So. 16.11.14
Das 5. Gebot - Du sollst nicht töten.
Dietmar Meyer
Das 5. Gebot - Du sollst nicht töten.

Du sollst nicht töten. Die Mahnmahle mit den Namen der Gefallenen aus den Kriegen sind inzwischen in die Jahre gekommen. Du siehst ihnen ihr Alter an. Die Namen der Gefallenen kennst Du nicht mehr. Kaum jemand kennt sie noch. Aber sie stehen da. Du erinnerst Dich: Auch in der Kirche, in der Du früher oft gewesen bist, hängen solche Tafeln. Waren da nicht sogar die Namen der Gefallenen aus den Kriegen des 19. Jahrhunderts?
Einundsechzig Namen hast Du als Kind einmal gezählt. Hast Sie Deiner Mutter vorgelesen. Deiner Mutter – nun bist Du selbst erwachsen, hast Kinder. Dir wird bewusst, das sind ja mehr als die Namen der Gefallenen, vor denen Du innehältst. Die verborgenen Namen der anderen klingen mit, so wie die verschiedenen Obertöne bei einem Ton. Du spürst in den Namen auf diesen Tafeln die Mütter der Gefallenen. Und ihre Söhne. Die Töchter. Die Väter. Die Geschwister. Keiner fällt für sich allein. Die Alten sprachen früher von Helden. Heldengedenktag. Du spürst nichts Heldenhaftes, jetzt wo Du vor den Namen stehenbleibst. Von Opfern statt von Helden erzählen Dir die Gedenktafeln.
Früher als, als Jugendlicher, hat Dich das Lied „Es ist an der Zeit“ von Hannes Wader beeindruckt. Hast es, sobald Du die Griffe konntest, auf der Gitarre gespielt und gesungen. „… auf deinem Kreuz finde ich, toter Soldat, / deinen Namen nicht, nur Ziffern und jemand hat / die Zahl neunzehnhundert und siebzehn gemalt, / und du warst nicht einmal 19 Jahre alt …“
Vor der Gedenktafel bleibst Du stehen. Wirst traurig, betroffen. Die Namen sprechen zu Dir. Nie wieder Krieg denkst Du. „Ich will auf meine Kinder aufpassen. Will auf mein Land aufpassen, um derartiges zu verhindern, wovon diese Mahnmale und Gedenktafeln sprechen.“
Du faltest die Hände. „Lieber Gott, …“ Dann krempelst Du die Ärmel hoch und bist bereit, Dich einzusetzen. „… doch längst finden sich mehr und mehr Menschen bereit, / für den Frieden zu kämpfen, es ist an der Zeit.“

Pastor Dietmar Meyer, Sottrum

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Dietmar Meyer

Dietmar
Meyer
Pastor
Kirchstraße 7
27367
Sottrum
Tel.: 
(04264) 422
So. 19.10.14
Wochenspruch Sonntag, 19.10.2014 bis Samstag…
Wochenspruch
Wochenspruch Sonntag, 19.10.2014 bis Samstag, 25.10.2014

Dies Gebot haben wir von ihm, dass, wer Gott liebt, dass der auch seinen Bruder liebe. (1. Johannes 4, 21) 

 

Erklärung

Der 18. Sonntag nach Trinitatis ist bestimmt vom Evangelium über das „höchste Gebot“, das sowohl von der Gottesliebe als auch der Nächstenliebe redet. Dies gibt Gelegenheit, über das Verhältnis der Christen zum jüdischen Volk nachzudenken, denn dieses höchste Gebot stammt in seiner zweifachen Ausrichtung vollständig aus der jüdischen Tradition. Allerdings haben die anderen Texte nicht immer das „höchste Gebot“ im Sinn, sondern reden auch von der Nachfolge im Allgemeinen.

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Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
Mi. 15.10.14
Monatsspruch Oktober
Monatsspruch
Monatsspruch Oktober

Ehre Gott mit deinen Opfern gern und reichlich,
und gib deine Erstlingsgaben, ohne zu geizen.
Sir 35,10

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So. 13.07.14
Wochenspruch Sonntag, 13.07.2014 bis Samstag…
Wochenspruch
Wochenspruch Sonntag, 13.07.2014 bis Samstag, 19.07.2014

Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen. (Galather 6,2) 

 

Erklärung

Es geht um den Lebensstil am 4. Sonntag nach Trinitatis, um den Stil, in dem Christen nicht nur miteinander, sondern mit jedem Menschen umgehen. Handeln Christen und Christinnen anders als Mann oder Frau „von Welt“? Haben sie damit ein Alleinstellungsmerkmal?
Manch ein Satz der gottesdienstlichen Texte könnte als Gesetz oder als Verdienstmöglichkeit verstanden werden. Doch im Vordergrund steht das Warum des Handelns vor dem Wie: Die unerschöpfliche Liebe Gottes birgt das Potential zum Weitergeben.

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Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
Mo. 07.07.14
Suche Hühner
Dr. Matthias Wilke
Suche Hühner

Suche Hühner

sportlich, auch mal lustig, 30-50, schlank gewesen, erfolgreich verheiratet, beruflich eingebunden, Kinder auf gutem Weg, glücklich irgendwie und zufrieden sucht für die Freizeit gepflegte Hühner für freundlichen Hintergarten.

So in etwa könnte eine Annonce aussehen, wenn ich Hühner suchen würde. Aber warum sollte ich Hühner suchen? Nun, vielleicht, um zu wissen, was ich suche, wenn sie weggelaufen sein sollten. Denn, so schrieb schon der alte chinesische Weise Mengzi: „Gehen dem Menschen Hühner und Hunde verloren, so weiß er, wo er sie suchen soll. Geht ihm sein Herz verloren, so weiß er nicht, wo er es suchen soll.“ Also schaffe ich mir Hühner an. Ganz abgesehen davon, dass Hühner auch noch Nutzen bringen. Ei, wie könnte ich mich dann darauf freuen, des Morgens in den Stall zu pilgern und zu suchen. Ich wüsste jeden Morgen genau, wonach ich Ausschau halte, und würde das Gefundene voller Freude – in die Pfanne hauen.

Und mein Herz? Das hat auch nichts gegen Eier, auch wenn ich zugebe, dass ihm doch noch nach mehr verlangt. So eine Tasse Kaffee dazu, das wäre schon nicht schlecht, und, ja, auch etwas Schinken wäre fein. Und wenn ich dann – vielleicht so wie Sie jetzt, wenn Sie diese Zeilen lesen und sich fragen: „Was will er von uns?“ – wenn ich dann mein lecker Ei mit Schinken gegessen habe, dann könnte es passieren, dass ich in der „Denkpause“ dieser Zeitung lesen würde: „Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist“, ein Wort aus dem Neuen Testament, dem Lukasevangelium, Kapitel 19, Vers 10. Und ich würde in meiner Bibel nachlesen, was da steht – und mein Herz wäre da! – erfüllt von Fragen und Freude.

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Dr. Matthias Wilke

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Mo. 07.07.14
Sich etwas sagen lassen?
Sich etwas sagen lassen?

Die Aufregung war groß: ein Wort zum Sonntag in der Halbzeitpause England gegen Italien, spät in der Nacht. Manche werden froh sein, wenn an diesem Samstag das ZDF die Achtelfinals überträgt - ohne Wort zum Sonntag. In der Halbzeitpause, vor dem Seitenwechsel nachdenken über das, was da geschieht und was es auch sonst für unser Leben bedeutet: Geht das oder stört es nur einfach?

Ich konnte den Gedanken der Sprecherin Verena Maria Kitz gut nachvollziehen: „Seitenwechsel“ meint doch, unter den Bedingungen, die bisher der Gegner hatte, weiterspielen. Seitenwechsel ist ein Akt der Fairness, der Gerechtigkeit. Die viel weiter reichende Frage schließt sich wie von selbst an: Was würde „Seitenwechsel“ sonst im Leben bedeuten? Wer holt jetzt den Getränke-Nachschub? Immer dieselben oder gibt es da auch einen Wechsel? Wer sitzt und schaut zu und wer arbeitet? Ist das immer gleich verteilt oder gibt es da auch Wechsel? Im Spiel wie im Leben? Im Privaten wie im Beruflichen und sogar in der Politik? Profitieren immer dieselben oder muten wir einander zu, auch die Bedingungen der anderen zu sehen und, wo es geht, zu teilen?

Aber für die, die hinterher in großer Zahl twitterten und kommentierten, war das alles eine Zumutung. „Viele Fußballfans sehen schon oft das Elend auf dem Fußballfeld. Da sollten sie mit dem Elend der Bevölkerung draußen vor den Stadien nicht überfordert werden!“ Das war noch einer der milderen Kommentare.

Von wem lasse ich mir etwas sagen? Und wann? Ich sehe, dass wir Menschen da empfindlich sind, vielleicht weil wir uns oft bevormundet fühlen. Die Augen kann man schließen, aber die Ohren nicht. Umgekehrt kann uns aber auch nur so das Wort erreichen, das wir uns nicht selbst sagen können, das uns anstößt, weiter führt, Neues denken oder Altes wiederentdecken lässt. „Verschließt euer Herz nicht!“ – für die Bibel ist das die größere Gefahr, dass Menschen sich abschotten und nicht mehr hinhören. Sogar Gott selbst erreicht uns ja nicht anders als durch die Worte und Gesten der Menschen, die uns begegnen. Darum bin ich auf das gespannt, was mich an diesem Wochenende anspricht oder anstößt auch jenseits der Spiele. Um Gottes willen macht Offenheit einfach Sinn.

Di. 01.07.14
Monatsspruch Juli
Kirchenbüro Fintel
Monatsspruch Juli

Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung.Galater 5,22–23 

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Kirchenbüro
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Mo. 23.06.14
Sommer
Jens Ubben
Sommer

Wann wird´s mal wieder richtig Sommer? Natürlich heute! Vielleicht nicht unbedingt beim Blick aus dem Fenster – pünktlich zum Hurricane-Festival in Scheeßel kommen die Regentropfen heraus, und die sonnigen Tage der letzten Wochen sind schon wieder fast vergessen. Aber heute ist Sommersonnenwende! Das bedeutet: Die kürzeste Nacht und der längste Tag stehen an. Offiziell heißt das bei uns Sommeranfang. Auch wenn es natürlich so ist, dass die Tage nun schon wieder kürzer werden.

Trotzdem ein faszinierender Termin. Die Sonnenwenden waren schließlich über lange Zeit wichtige Feste mit zutiefst religiöser Dimension. Da wurde gefeiert, getanzt, gebetet. Denn die jährlichen Wechsel der Jahreszeiten waren zentral für die Menschen damaliger Zeiten: Da waren solche Übergänge noch von viel grundlegenderer Art: Helligkeit und Dunkelheit. Wärme, Kälte, Leben und Tod. Menschen waren ganz anders in die Abfolgen und Regelmäßigkeiten der Natur einbezogen. Und sie wussten, wie abhängig sie waren von ihrer Umwelt.

Dann veränderte sich etwas, das den Übergang von Winter zu Sommer noch übertraf: Menschen lernten auch in unseren Breitengraden den Gott des Volkes Israel kennen. Und sagten sich daraufhin: Die Jahreszeiten der Natur und des Lebens sind natürlich prägend. Aber da ist auch ein Gott. Der steht jenseits dieser festen Abfolgen. Gott hängt doch nicht ab von Kälte und Wärme, der ist immer da. Der geht mit. Und dann können Menschen doch mutig nach vorne schauen. Sie können sich bei Gott geborgen wissen, egal, wie das Wetter draußen ist. Keine Abhängigkeit von den Jahreszeiten!

Christlicher Glaube kann Lebensgrundlage sein in allen Lagen des Lebens! Und trotzdem wäre ein sonniger Sommer nicht schlecht. Also: Schönen Sommeranfang!

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Jens Ubben

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Gemeindebrief
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Jens
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Mo. 12.05.14
Augenringe(n)
Dr. Matthias Wilke
Augenringe(n)

 

Es gibt Tage, da sehe ich einfach „alt“ aus. Denken Sie z.B. an einen Morgen wie diesen: Die ganze Nacht haben Sie kaum zur Ruhe gefunden, weil ihr Kind Bauchschmerzen hatte oder vor Schnupfen nicht schlafen konnte; oder weil so viele Gedanken in Ihrem eigenen Kopf kreisten, dass der Schlaf einfach nicht kommen konnte. Am Morgen nun fragen Sie Ihren Spiegel, ob es diese Augen auch ohne dunkelmüde Einfassung gibt. Und jetzt stellen Sie sich ferner vor, an einem solchen Morgen setzen Sie sich statt in die Küche in die Kirche und jemand erzählt ihnen: „Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.“ Und das heute...

Wie kann ich „neu“ aussehen, wenn ich mich doch echt alt fühle? Wenn ich mit den Augenringen ringe, kann mir jemand noch so gut gemeint zu sagen versuchen, ich sei doch „top frisch“. Ich werde es ihm nicht glauben (mich höchstens, wenn es gut kommt, nicht veräppelt, sondern geschmeichelt fühlen). Aber eben genau darum geht es: was im Regelfall nicht klappt, passiert. Der Glaube sieht nicht nur darauf, wie ich mich selbst fühle, sondern auf „Christus“. „Ist jemand in Christus, so ist er… “. „In Christus“? Klingt krude, aber übersetzen Sie es einmal so: „Sieht sich jemand mit den Augen Christi an, so ist er“ … neu – und dann wird das schon eingängiger. Ich sehe meine Augenringe – gebrauchtes Leben. Die Augen, mit denen Christus mich anschaut, sehen den Glanz, der in den Ringen schläft. Liebe … Augenringe …

Übrigens, wenn Sie Lust haben, den Satz einmal nachzulesen: Er steht im Neuen Testament, im 2. Brief des Paulus an die Korinther, Kapitel 5, Vers 17.

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Do. 30.01.14
Monatsspruch Februar
Frank Hasselberg
Monatsspruch Februar

"Redet, was gut ist, was erbaut und was notwendig ist, damit es Segen bringe denen, die es hören.² Wieviel Kraft kann ein Lob freisetzen, wenn es richtig ausgesprochen wird. Wie gut tut ein tröstendes Wort, so zaghaft ich es ausspreche, wenn ein Mench traurig ist. Wie hilfreich kann eine wohlwollende Kritik sein. Welcher Segen entfaltet sich in Worten des Glaubens, die wir als Christen weitersagen.

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Frank Hasselberg

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