Andachten

Kurz innehalten. Sich für einen Moment besinnen, woher wir eigentlich kommen, was wichtig ist im Leben. Dabei helfen uns kurze Andachten. Die Pastorinnen und Pastoren des Kirchenkreises Rotenburg verfassen jede Woche zwei Zeitungsandachten für die Rotenburger Rundschau und die Rotenburger Kreiszeitung. Wir veröffentlichen sie hier und schaffen damit ein Archiv, auf das Sie zurückgreifen können, wann immer Sie möchten. Denn: Ihre Zeitung werfen Sie irgendwann in den Papierkorb. Die Andachten behalten jedoch ihre Gültigkeit jenseits der Tagesaktualität.

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Fr. 31.03.17
Kirche und Werbung?
Haike Gleede
Kirche und Werbung?

Täglich werden wir mit Werbung überflutet. Werbung lockt mit tollen Angeboten und verspricht: Wenn du dieses Produkt kaufst, steigerst du damit deine Lebensqualität, dann bist du ein glücklicher Mensch.

Dabei haben wir es doch längst durchschaut. Nur Weniges ist wahr, nicht alles tut uns wirklich gut und nützlich ist es meistens auch nicht. Dennoch: Je lauter und je bunter etwas beworben wird, um so tiefer prägt es sich ein.

All die vielen Angebote überfordern mich und sie kosten mich viel Kraft und Lebensenergie. Ich schalte sie weg, werfe sie achtlos ins Altpapier und höre gar nicht hin. Und doch erreichen sie mich. Woher kommt es, dass die Medien uns so in ihren Bann ziehen, während das Wort Gottes uns nur gelegentlich erreicht? Macht die Kirche zu wenig Werbung? Aber passt das überhaupt – Kirche und Werbung? Jesus hat uns den Auftrag erteilt: Geht in die Welt und erzählt den Menschen, was ihr von mir gehört habt! Verkündet ihnen den Weg zum ewigen Leben! Macht die Menschen zu meinen Jüngern! Ladet sie ein in meine Gemeinde!

Auch Paulus hat sich nicht geschämt, für das Evangelium zu werben.

Für ihn war es die einzig seligmachende Kraft. Dafür hat er sich eingesetzt, weil ihm daran lag, dass immer mehr Menschen davon erfahren und aus dieser Kraft leben.

In vielen Gemeinden werden an diesem und den nächsten Sonntagen Konfirmationen gefeiert. Jugendliche sagen „Ja“, ich gehöre zu Christus, seine Botschaft ist für mein Leben wichtig.

Und bald schon werden Menschen in den Gemeinden gesucht, die sich als Kirchenvorsteher für die Kirche vor Ort einsetzen, sie verantwortlich gestalten und dafür sorgen, dass die wertvolle Botschaft der Bibel im Bewusstsein bleibt.

Bis heute verkünden wir Jesu Botschaft, weil wir glauben, dass sie unserem Leben eine neue Qualität gibt.

Für mich gibt es sonntags um halb zehn nichts Schöneres, als in die Kirche zu gehen und eine Botschaft zu verkünden, die hält, was sie verspricht.

 

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Haike Gleede

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So. 12.02.17
Was mich trägt
Peter Thom
Was mich trägt

Ich schaue aus dem Fenster: Ein paar Schneeflocken schweben herab und wirbeln umher. Vom Wind getrieben und getragen tanzen sie eine Weile den Schneeflockentanz. Und sinken schließlich hinunter zu den vielen anderen, die schon wieder tauen.

Was bewegt mich im noch jungen Jahr 2017? Bin ich auch nur eine Schneeflocke unter vielen anderen, die den Mächten und Kräften dieser Welt gehorchen müssen? Was trägt mich? Was treibt mich?

Nein, Schneeflocke bin ich nicht. Ich habe Willen und Verstand, meine Kräfte einzusetzen, Neues zu bewegen und Gutes zu tun. Dafür bin ich ein erwachsener Mensch und trage Verantwortung für mich und andere. Ich bin nicht Getriebener; ich betreibe meine Sache. Ich habe Vorsätze für’s neue Jahr und guten Willen, die Zukunft zu gestalten.

Was treibt mich in alledem? Ist es die Angst vor der Unberechenbarkeit des neuen amerikanischen Präsidenten? Oder der drohende Wirtschaftskrieg, der mich bangen lässt? Was wird aus Europa? Oder ist es die Furcht vor Krankheit oder Unglück? Ich muss mir bewusst machen, was mich treibt; denn Angst und Sorge sind schlechte Ratgeber. Sonst bin ich am Ende doch nur Getriebener von Ängsten und allgemeiner Panikmache.

Welche Hoffnungen habe ich für das neue Jahr? Was trägt mich, was gibt mir guten Mut, Neues zu wagen? Was begeistert mich? Ich muss mir das bewusst machen, sonst bleibe ich abhängig von den wohlfeilen Illusionen dieser Zeit.

„Die der Geist Gottes treibt, die sind seine Kinder.“ Ich will mich leicht machen – wie eine Schneeflocke so leicht – und mich treiben lassen von Gottes lebensschaffender Energie. Ich will mich tragen lassen von seinem guten Geist.

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Peter Thom

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Di. 10.01.17
Ein neues Herz
Haike Gleede
Ein neues Herz

„Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.“ Jahreslosung aus Hesekiel 36,26

Liebe Gemeinde!

Hesekiel war ein außergewöhnlicher Prophet mit außergewöhnlichen Visionen in einer außergewöhnlichen Zeit – so las ich es in einem Buch zur Vorbereitung auf diese Predigt. Dieser Prophet berichtet in spannenden Bildern von seinen Begegnungen mit Gott.

Manche seiner Visionen sind bis heute noch nicht entschlüsselt wurden. Manche Wissenschaftler meinen sogar, Hesekiel schildere unter anderem die Landung eines Raumschiffes, als er über seine Berufung schreibt.

Es sind auf jeden Fall starke Bilder, in denen er Gottes Gegenwart fasst.

Bilder, die deutlich machen, Gott ist weit mehr als wir es jemals erfassen und in Worte fassen können.

Wir schreiben das Jahr 600 vor Christus. Als Priester Israels und Berater des Königs Jojachin zieht er mit in das babylonische Exil.  Der Krieg ist verloren, das Land besetzt.

Hesekiel lebt mit den Verbannten am Fluß Kebar, einem Kanal in Babylonien. Sie haben sich dort eingerichtet und es geht ihnen nicht schlecht, aber das Heimweh bleibt und die Sorge um die Zukunft.

In den ersten Jahren verkündet Hesekiel Gerichtsworte an sein Volk. Weil sie Gott nicht gehorchten, darum ist es zur Katastrophe gekommen.  Und es kommt noch schlimmer. 10 Jahre später belagert der babylonische Herrscher Nebukadnezar II. Jerusalem ein zweites Mal, vernichtete es endgültig, zerstörte auch den Tempel. Nun wurde auch der Rest der Bewohner in die Gefangenschaft nach Babylon geführt. Doch dann ändern sich die Weissagungen Hesekiels. Die Gerichtsworte galten nun den Babyloniern. Seinem eigenen Volk dagegen verkündete er, es werde eines Tages eine Rückkehr und den Wiederaufbau des Tempels geben. So verheißt er im Exil eine neue Zeit, eine Rückkehr in die Heimat, die verbunden ist mit einem neuen Leben und Denken.

Das neue Leben und Denken, von dem der Prophet spricht, ist also eine Gabe und Aufgabe gleichzeitig. Aus dieser Zeit stammt auch die Jahreslosung: Hes 36, 26

„Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.“

Das Wort Herz kommt im Alten Testament 858 Mal vor. Kaum etwas anderes scheint so wichtig zu sein wie das Herz.

 Des Klugen Herz sucht Erkenntnis, heißt es etwa im Buch der Sprüche (Spr 15,14) oder Das Herz des Weisen macht seinen Mund klug (Spr 16,23). Das Herz ist zwar auch der Ort des Gefühls, noch viel mehr aber der Ort des Denkens und der Erkenntnis.

Hes 36, 26

„Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.“

Für das Jahr 2017 erreicht uns diese Botschaft. Die Jahreslosung begleitet uns auf unserem Weg durch das neue Jahr.

Das Herz – mehr als nur ein Organ, das Blut durch unsere Adern pumpt. Viele Redewendungen machen deutlich, dass wir dem Herzen noch andere Eigenschaften zusprechen.

So wird es auch im neuen Jahr manches geben, was uns zu Herzen gehen wird, manchem ein Stein vom Herzen fallen, nachdem er sich ein Herz gefasst und sein Herz ausgeschüttet hat. Menschen werden ein Herz und eine Seele sein und andere sich das Herz brechen. Menschen werden sich ins Herz schließen, von Herzen grüßen und mit dem Herzen sehen. Andere werden ihr Herz verschließen oder gar herzlos handeln.

Viele Redewendungen zeigen, wie eng Leib und Seele, Herz und Geist zusammenhängen.

Und ja, auch heute sehnen sich Menschen nach einem Neuanfang, nach Heimat und Frieden.

Es liegen 2600 Jahre zwischen dem Propheten und uns. Die Geschichte scheint sich stetig zu wiederholen, immer wieder Krieg und Frieden, Liebe und Hass, die Macht Einzelner  gegen die Gemeinschaft, Egoismus gegen Nächstenliebe.

Und die Frage nach Gerechtigkeit. Werte wie soziale Gerechtigkeit, Nächstenliebe und Solidarität gelten nicht mehr viel.

So viele Terroranschläge wie niemals zuvor erschütterten uns in diesem Jahr.

Nach wie vor sind weltweit etwa 60 Millionen Menschen auf der Flucht vor Krieg, Verfolgung und Hunger.

 Wenn sich etwas ändern soll, dann geht das nur mit Gott.  Nur er kann ein neues Herz und einen neuen Geist geben. Das macht der Prophet deutlich:

Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.

Nichts anderes ist auch die Einsicht Martin Luthers: Der Mensch kann sich seine Gerechtigkeit nicht selber schaffen. Er wird aus Glauben und Gnade gerecht.

Nur Gott kann die Herzen und Geister verwandeln.

Der Schriftsteller Julien hat einmal gesagt: „Manchmal zerbricht Gott einem das Herz, um in das Herz zu gelangen.“

Vielleicht muss das gar nicht immer so sein. Ich wünsche mir ein Herz, in dem Gott Platz hat und einen Geist, der offen ist für neue Gedanken und Wege.

Sicher haben sie längst einen Kalender für 2017. Da stehen auch schon Termine drin, aber es gibt auch noch freie Tage, unverplant. Ganz egal, verplante oder freie Tage, ich lege sie alle in Gottes Hand, damit er sie segnet und mir dann ins Herz legt. Vielleicht muss ich manchen Plan verwerfen und umdenken. Vielleicht bringt mich gerade das dann Gott näher, wer weiß.

Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.

Amen.

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Haike Gleede

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So. 14.08.16
Nicht einfach zu knicken
Alexa Wilke
Nicht einfach zu knicken

Eigentlich war einfach ein netter Abend geplant. Daraus wurde nichts. Das hatte er gleich gesehen, als sein Freund in der Tür stand. „Frag nicht!“, sagte der, grüßte kaum und saß kurz danach ziemlich geknickt auf dem Sofa. „Mensch, es gibt Tage…“ fing er an. Der Morgen beim dementen Vater. Und am Nachmittag dann auch noch Streit mit seiner Freundin. „Es gibt Tage, die ziehen einen nur runter...“

Im Laufe des Abends erzählte er. Der Vater am Morgen. Früher war er offen für die Welt, hatte Freunde und stand im Leben. „Er hatte richtig Feuer, weißt Du?“ Und heute erkundigten sich die Nachbarn zwar höflich, wie es ihm ginge. Doch hinter der Hecke hörte er sie munkeln: „Mit dem ist nichts mehr los!“ „Und dabei ist das nicht wahr! Wenn ich Papa Bilder von früher zeige, dann funkeln seine Augen richtig. Und ich sehe wieder den Papa, der er immer für mich gewesen ist.“

Eine Weile blieb er ruhig. „Aber das mit der Moni…“ begann er dann. „Das mit der Moni – ich hab wirklich Angst, dass das in all der Belastung zerbricht.“ Er sackte noch tiefer in sich zusammen: „Mensch, ich will sie nicht so knicken…“

Eigentlich war ein netter Abend geplant. Und nun saß sein Freund auf dem Sofa, erzählte und schimpfte, versank in Gedanken. Erzählte sich Stück um Stück aus seiner Traurigkeit und seinem Ärger über sich selber heraus und wurde ruhiger. Hätte er den Wochenspruch für die kommende Woche gekannt. Er hätte etwas mit ihm anfangen können. In solchen Begegnungen wie denen, die ihn an diesem Tag runtergezogen hatten, können wir ahnen, was es bedeutet (Jesaja 42,3), „Gott wird das geknickte Rohr nicht zerbrechen und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen.“

 

 

 

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So. 31.07.16
Wer hat mein Leben eigentlich in seiner Hand?
Theodor Adam
Wer hat mein Leben eigentlich in seiner Hand?

Aber der Herr ist treu; der wird euch stärken und bewahren vor dem Bösen. 2Thess 3,3

 

Im Garten entdecke ich eine kleine Blattlaus auf meinem Pullover. Schnell läuft sie voran. Sie hat zwei lange Fühler, die ständig tastend in Bewegung sind. Bald erreicht sie meine Hand. Und dann verirrt sie sich. Sie läuft immer wieder um meine Hand herum und merkt gar nicht, dass ihr Weg kein Ziel haben wird.

Schlagartig wird mir bewusst: Sie ahnt gar nicht, dass sie auf einem Menschen sitzt. Sie weiß nicht einmal, was ein Mensch ist. Sie erkennt mein Gesicht über sich nicht als Gesicht, meine Augen nicht als Augen.

Ich schaue auf ihren Weg wie Gott auf meinen. Und ich habe die Macht über sie: In Bruchteilen einer Sekunde könnte ich sie zwischen den Fingern zerquetschen. Ihr Leben ist in meine Hand gegeben.

 

Wie oft kann ich wie die Blattlaus selbst gar nicht einschätzen, ob mein Weg, mein Lebensweg, ein Ziel haben wird. Angst und Sorge vor Anschlägen und politischer Instabilität rücken näher und lassen mich zaudern. Werde ich vollenden können, was mir wichtig ist, werde ich ans Ziel kommen?

Und wie oft bin ich wie die Blattlaus im Leben unterwegs, ohne mir Gedanken über den Grund zu machen, auf dem ich stehe.

 

Aber der Herr ist treu, der wird euch stärken und bewahren vor dem Bösen.

 

Mit Gottes Gegenwart, die in diese unsere Situation spricht, ändert sich zweierlei:

Zum einen relativieren sich die Ziele: Sind die Ziele, die sich ein jeder von uns gesteckt hat, tatsächlich auch die, zu denen Gott uns führen will? Ist das Bild, das ich von mir entworfen habe, auch das, wie Gott mich meint?

Zum anderen wird der Grund erkennbar: Trotz der Verunsicherungen und politischen Erschütterungen liegt unser Leben nicht in der Hand politischer Entwicklungen oder gar in der Hand von Attentätern oder Terroristen: Unser Leben, unser Sein ist im Leben wie im Sterben allein in Gottes Hand gegeben, denn:

 

Der Herr ist treu, der wird euch stärken und bewahren vor dem Bösen.

 

Viel Mut und Glaubensgewissheit wünscht Ihnen

Theodor Adam,

Pastor in St. Georg, Sottrum

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Theodor Adam

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Mo. 01.08.16
Habt Salz in euch und haltet Frieden…
Monatsspruch
Habt Salz in euch und haltet Frieden untereinander!

Habt Salz in euch und haltet Frieden untereinander! Mk 9,50

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Mo. 30.05.16
Wochenspruch Sonntag, 29.05.2016 bis Samstag…
Wochenspruch
Wochenspruch Sonntag, 29.05.2016 bis Samstag, 04.06.2016
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Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
Mi. 01.06.16
Meine Stärke und mein Lied ist der Herr
Monatsspruch
Meine Stärke und mein Lied ist der Herr

Meine Stärke und mein Lied ist der Herr, er ist für mich zum Retter geworden. Ex 15,2

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So. 22.05.16
Sein Bestes ist manchmal noch nicht alles
Matthias Richter
Sein Bestes ist manchmal noch nicht alles

Vor kurzem in der Kirche Zum guten Hirten: Glocken läuten, festliche Stimmung prägen den Nachmittag. Feierlich wird ein neuer Chefarzt des Diakonieklinikums in sein Amt eingeführt.

Im Herzen des Gottesdienstes steht der Segen. Der Pastor, Weggefährten und Kollegen bilden vor dem Altar einen Kreis um den neuen Chefarzt herum. Sie legen ihre Hand auf seine Schulter und sprechen ihm ein Bibelwort zu, das sie persönlich für ihn ausgesucht haben. Und am Ende heißt es „Der Herr segne Dich und behüte Dich“, ganz ähnlich wie bei einer Trauung, einer Taufe oder einer Konfirmation. Ein Mensch erhält von Gott einen Zuspruch, den er sich nicht selber sagen kann. Der soll ihn tragen, gerade in den Momenten, in denen er oder sie an seine Grenzen kommt. Denn solche Grenzerfahrungen gehören zum Menschsein dazu. Auch der bestausgebildete Profi bleibt ein Mensch und wird erleben, dass er oder sie mit dem eigenen Wissen, der eigenen Erfahrung, den eigenen Fähigkeiten nicht weiterkommt. Für solche Momente ist der Segen da und will einen Menschen darin bestärken, dass bei Gott mehr möglich ist, als wir selber machen können. Vielleicht schickt Gott einen Menschen, der mir weiterhilft, vielleicht auch einen Gedanken, auf den ich allein nicht gekommen wäre – einen Geistesblitz eben, oder…oder

Einen Tag darauf läuten die Kirchenglocken schon wieder. Dieses Mal stehen 20 neue Mitarbeiter des Diakonieklinikums vor dem Altar, Pflegefachkräfte, Ärzte, eine Apothekerin, eine Sekretärin und andere – allesamt Menschen, die im Krankenhausalltag für ihre Patienten ihr Bestes geben wollen, für den ganzen Menschen mit Leib und Seele. Der Rahmen ist schlichter, aber der Segen ist derselbe. Und es steht derselbe Gott dahinter der seinen Menschen verspricht, dass er sie begleitet, auch im Berufsalltag.

Beim Rausgehen sagt ein Besucher: „So was habe ich noch nie erlebt. Warum macht man das eigentlich nicht viel öfter?“ Recht hat er. Der Gesegnete ist nicht von seiner eigenen Verantwortung freigesprochen, sein Bestes zu geben. Aber er weiß, dass sein Bestes manchmal noch nicht alles ist.

 

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Matthias Richter

Matthias
Richter
Theologischer Direktor des Agaplesion Diakonieklinikums
Elise-Averdiek-Straße 17
27356
Rotenburg
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So. 03.01.16
Zeitenwechsel?
Roger Moch
Zeitenwechsel?

Das Neue Jahr hat begonnen. Was wird es diesmal bringen? „Siehe, ich will ein Neues schaffen!“ Das hat Gott vor mehr als zweieinhalbtausend Jahren seinem Propheten Jesaja (Jes 43,19) angekündigt. Der hat es weiter gesagt an Leute, die ihr Leben aus verschiedenen Gründen nicht mehr ertragen konnten. „Siehe, ich will ein Neues schaffen!“ Auch das noch, in dieser Zeit, wo soviel passiert und nichts mehr so bleibt, wie es war. Bitte nicht noch mehr Neues! Ich habe genug von all den Veränderungen und Neuerungen der letzten Monate. Neuerungen bringen fast immer Unruhe mit sich und kaum etwas Gutes. Vermutlich kennen auch Sie Lebensverhältnisse und Beziehungen, die nicht so bleiben können, wie Sie es gewohnt sind. So ging es den Menschen, mit denen der Prophet damals, vor fast 3.000 Jahren, sprach. Manche hatten schon aufgehört zu hoffen, dass sich irgendetwas ändern könnte. Diesen Menschen hat damals Jesaja im Auftrag Gottes gesagt: Ihr müsst nicht in einem fremdem Land als Geflohene, Verschleppte und Vertriebene die niedrigsten Arbeiten erledigen. Das ist nicht gottgewollt, dass es euch so geht. Gott selbst wird euch einen neuen Anfang möglich machen. Er wird euch aus der Sackgasse Eures Lebens führen. Mir fallen heute junge Leute ein, die trotz ausreichender Angebote aus verschiedenen Gründen keinen Ausbildungsplatz finden. Ich denke an lieblos gewordene Partnerschaften und an Menschen, deren Krankheit ihr Leben plötzlich umkrempelt. Manche Menschen fühlen sich wie gefangen in ihrem Leben oder in ihrem Land. Und für die gilt Gottes Ankündigung: „Siehe, ich will ein Neues schaffen!“ Ich glaube, das gilt bis heute für die, die nicht mehr weiterkönnen und nicht mehr weiterwissen. Für die, die spüren, wenn sich nicht bald etwas ändert, dann bleibt nichts Sinnvolles mehr übrig von meinem Leben. Es gibt Menschen, die fühlen sich wie eingesperrt in ihrem Leben. Weil sie im falschen Land sind. Oder weil sie dort keinen Platz finden können. Oder weil es ihnen nicht gelingt, auch mal Nein zu sagen. Oder weil sie sich auffressen lassen von den Ansprüchen anderer. Aber nicht allein für diese Menschen gilt der Spruch: „Siehe, ich will ein Neues schaffen!“. Manchmal sieht man wirklich nicht, dass das Neue schon angefangen hat. Wir schaffen das schon, gerade wenn im neuen Jahr wieder unvorhergesehene Dinge geschehen werden.

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Roger Moch

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So. 16.08.15
Wochenspruch Sonntag, 16.08.2015 bis Samstag…
Wochenspruch
Wochenspruch Sonntag, 16.08.2015 bis Samstag, 22.08.2015

Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade. (1. Petrus 5, 5) 

Feiertag
11. Sonntag nach Trinitatis

Erklärung

Der 11. Sonntag nach Trinitatis widmet sich unserer Einstellung zu Gott und zu seinem Gnadenhandeln. Dafür werden im Evangelium die zwei völlig unterschiedlichen Charaktere des Pharisäers und des Zöllners einander gegenüber gestellt. Die übrigen Texte weisen mehr in die Richtung des „Seligwerdens aus Gnade“ und nicht aus Werken. Unsere Einstellung zu der Gnade Gottes ist entscheidend dafür, ob wir sie auch empfangen werden.

Thema
Pharisäer und Zöllner

Luthers Wochensprüche

Die Heilige Schrift ist ein wunderbares Kräutlein. Je mehr du es reibst, desto mehr duftet es. 

Lukas 18,9-14

9 Er sagte aber zu einigen, die sich anmaßten, fromm zu sein, und verachteten die andern, dies Gleichnis: 10 Es gingen zwei Menschen hinauf in den Tempel, um zu beten, der eine ein Pharisäer, der andere ein Zöllner. 11 Der Pharisäer stand für sich und betete so: Ich danke dir, Gott, dass ich nicht bin wie die andern Leute, Räuber, Betrüger, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner. 12 Ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten von allem, was ich einnehme. 13 Der Zöllner aber stand ferne, wollte auch die Augen nicht aufheben zum Himmel, sondern schlug an seine Brust und sprach: Gott, sei mir Sünder gnädig! 14 Ich sage euch: Dieser ging gerechtfertigt hinab in sein Haus, nicht jener. Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden.

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Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
Sa. 08.08.15
Wochenspruch Sonntag, 09.08.2015 bis Samstag…
Wochenspruch
Wochenspruch Sonntag, 09.08.2015 bis Samstag, 15.08.2015

Wohl dem Volk, dessen Gott der Herr ist, dem Volk, das er zum Erbe erwählt hat. (Ps 33, 12)

Feiertag
10. Sonntag nach Trinitatis (Israelsonntag)

Erklärung

Keineswegs ist Gott in der hebräischen Bibel ein anderer als im zweiten Testament, dort ein strafendender, hier ein liebender. Keineswegs dient das Erste der Vorbereitung des Zweiten, mag auch dieser Gedanke hier und da lebendig sein. Jesus hat keinen anderen Gott gelebt als den, von dem das Volk Israel erzählt.
Der 10. Sonntag nach Trinitatis lässt als „Israelsonntag“ mit seinen Texten und Liedern darüber nachdenken, wo unsere religiösen Wurzeln sind und was für uns tatsächlich neu geworden ist.

Thema
Die Kirche und das Volk Israel

Luthers Wochensprüche

Was der Mensch liebt, das ist sein Gott. Er trägt es in seinem Herzen.
Er bewegt es Tag und Nacht in sich. Es sei, was es sei: Reichtum oder Geld, Vergnügen oder Ehre. 

Lukas 19,41-48

41 Und als er nahe hinzukam, sah er die Stadt und weinte über sie 42 und sprach: Wenn doch auch du erkenntest zu dieser Zeit, was zum Frieden dient! Aber nun ist's vor deinen Augen verborgen. 43 Denn es wird eine Zeit über dich kommen, da werden deine Feinde um dich einen Wall aufwerfen, dich belagern und von allen Seiten bedrängen 44 und werden dich dem Erdboden gleichmachen samt deinen Kindern in dir und keinen Stein auf dem andern lassen in dir, weil du die Zeit nicht erkannt hast, in der du heimgesucht worden bist.
45 Und er ging in den Tempel und fing an, die Händler auszutreiben, 46 und sprach zu ihnen: Es steht geschrieben (Jesaja 56,7): »Mein Haus soll ein Bethaus sein«; ihr aber habt es zur Räuberhöhle gemacht. 47 Und er lehrte täglich im Tempel. Aber die Hohenpriester und Schriftgelehrten und die Angesehensten des Volkes trachteten danach, dass sie ihn umbrächten, 48 und fanden nicht, wie sie es machen sollten; denn das ganze Volk hing ihm an und hörte ihn.

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Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
Mo. 04.05.15
Singen macht glücklich
Haike Gleede
Singen macht glücklich

„Singt dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder.“ Diesem Vers aus Psalm 98 verdankt der heutige Sonntag seinen Namen: „Kantate“, das bedeutet: „Singt!“

 

Singen liegt in der Natur des Menschen. Schon seit Urzeiten drücken wir tiefe Emotionen wie Freude, Trauer, Liebe in Liedern aus. Die Sklaven in Amerika legten ihre Hoffnung auf Freiheit in die Gospels, die bis heute weltberühmt sind. In der Musik bringen wir zum Ausdruck, was wir nicht in Worte fassen können.

„Das Singen ist der Atem der Seele. Es kann unseren Körper aus jeglicher Erstarrung befreien und uns den Rhythmus des Lebens lehren ...“

In einer Studie wurde nachgewiesen, dass Menschen, die regelmäßig singen, gesünder und zufriedener sind. Sie haben mehr Selbstvertrauen, und sind belastbarer.

Und doch tun sich viele schwer, ihre Stimme erklingen zu lassen. Ärzte haben festgestellt, dass Kinder immer kürzere Stimmbänder haben, weil sie zu selten zum Singen ermuntert werden. Es ist einfacher mal eben den Kopfhörer ins Ohr zu stecken und die Profis singen zu lassen.

Der Widerspruch liegt auf der Hand: Einerseits verzeichnen Talentshows, in denen am Ende einer zum Star gekürt wird, hohe Einschaltquoten. Andererseits ist es nicht nur Jugendlichen peinlich, selber zu singen.

Ich finde das schade, denn Singen ist eine ursprüngliche Fähigkeit, die uns geschenkt ist, um unser Leben bewältigen zu können.

 

In der Bibel sind uns Lieder überliefert, die sind schon einige tausend Jahre alt. Die Psalmen haben Menschen durch alle Zeiten des Lebens getragen und bis heute finden wir darin Trost und Ermutigung. Musik geht zu Herzen und kommt vom Herzen. Ein Gottesdienst ohne Musik, ohne Gesang – undenkbar.

Ich freue mich, wenn Chöre die Gottesdienste zu einem lebendigen, fröhlichen Ereignis werden lassen. Ob Kirchenchor oder Band, ob Gitarre oder Orgel – ob Choral, Gospel oder moderne Kirchenmusik – Singen regt meinen Körper und meinen Geist an und gibt mir neue Lebenskraft.

Darum: „Singt dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder.“

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Do. 09.04.15
Tiefer Abgrund
Roger Moch
Tiefer Abgrund

Es ist viel gesagt und geschrieben worden in den letzten Tagen über den Flugzeugabsturz in den französischen Alpen. Die Katastrophe lässt einen bis jetzt nicht los und je nach persönlicher Betroffenheit wird sie einige Menschen nie loslassen.

Abstürze in einen tiefen Abgrund können jeden Menschen treffen. Plötzlich ist nichts mehr wie es war. Man bekommt vor Entsetzen keinen Laut mehr heraus.

Wahrscheinlich ging es den Passagieren wie auch der Besatzung so und nun den Angehörigen der Opfer des Flugzeugabsturzes. Völlig sprachlos und unerträglich traurig sein.

Jeder reagiert da unterschiedlich. Manche weinen und schreien und sind aufgebracht. Andere sacken in sich zusammen, ziehen sich zurück, sind wie versteinert und schotten sich von der Außenwelt völlig ab.

Da kann man froh sein, wenn es Menschen gibt, die einem zur Seite stehen. Die einfach da sind und die einen festhalten, wenn man ins Bodenlose fällt. Menschen, die bereit stehen und Acht geben, wann ihre Hilfe gefragt ist. Die klar sehen, wie gehandelt werden muss und dann machen, was nötig ist. Verwandte und Freunde und Nachbarn können das sein. Lehrer oder Mitschüler, die sich in den Arm nehmen und ertragen, dass der andere weint und sie nicht wirklich helfen können. Dem Co-Piloten der Maschine mit der Flugnummer 4U9525 fehlten möglicherweise solche Menschen, oder sie haben es nicht bemerkt, was mit ihm los war, weil er sich gut hinter sich selbst verstecken konnte.

Es gibt so Tage und Wochen, wo man nicht weiß, wie es weitergehen soll. Christen denken jedes Jahr besonders vor Ostern daran. Nicht, weil sie es sich gerne kompliziert machen und sich gerne mit dunklen Phantasien herumplagen. Nein, die Welt wird eben manchmal so dunkel, dass Nichts mehr zu sehen ist. Wie damals, als Jesus hingerichtet worden war. Das haben seine Freunde auch kaum ausgehalten. Ein Teil ist kopflos weggelaufen, andere haben sich versteckt.

Später haben sie gespürt, dass Gott Jesus nicht seinem Schicksal überlassen hat. Wir Christen glauben, dass Gott uns auch in schweren Situationen nicht alleine lässt. So kann das Leben auch neu beginnen.

Es ist aber nicht immer einfach, so zu glauben. Gerade nicht, wenn alles in Trümmer gefallen ist. Ich hoffe, es kann den Schmerz der Angehörigen ein wenig lindern, wenn sie bemerken, wie viele Menschen in der ganzen Welt Anteil an ihrem Zustand nehmen. Auch wenn immer noch viele Fragen offen sind.

 

 

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Roger Moch

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Roger
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Sa. 04.04.15
Was vor den Fischstäbchen kommt
Dr. Matthias Wilke
Was vor den Fischstäbchen kommt

Einer erzählt: Am letzten Wochenende ging es los. Lächelnd schaute er mich an, mit Schmetterlingen auf der ersten Seite, mein Werbeprospekt, und nahm mir die Worte nahezu aus dem Mund: „Mein Ostern. Ein ganz besonderes Fest.“ Ja! So soll es werden. Und wenn es mir hilft, dann eben mit den auf Seite 1 angepriesenen Fischstäbchen. Warum nicht? Mein Ostern soll eben mein Ostern sein. Ein Fest für mich. Also ging ich im Supermarkt angeln.

Am Donnerstag dann wurde ich kurz nachdenklich. Denn meine Mutter wollte unbedingt, dass ich sie am Abend ins Gemeindehaus fahre: Tischabendmahl. Tu ich ja gerne. Und da saßen sie dann, alle so im Alter meiner Mutter oder älter, saßen um einen Tisch. Als ich Mutter wieder abholte, strahlte sie: „War schön!“ Und ich wurde nachdenklich. Ob ich sie jetzt am Sonntag auch zum Gottesdienst fahren muss – erst Gottesdienst, dann Fischstäbchen?

So verwandelten sich meine Osterpläne, denn die Antwort lautete: Ja!

Und der Pastor ergänzt: Im Ostergottesdienst werden sich dann Sonntag alle mit den erstaunlichen Worten begrüßen: „Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden!“ So steht es im Evangelium nach Lukas Kapitel 24, Vers 34. Und erst in Vers 41 heißt es dann: „Als sie es aber noch nicht glaubten …, sprach Jesus zu ihnen: Habt ihr hier etwas zu essen? Und sie legten ihm ein Stück gebratenen Fisch vor.“

Und der Erzähler fährt fort: So mag auch mein Ostern ein ganz besonderes Fest werden. Erst geh ich staunen – und dann hoffe ich, mich und meine Fischstäbchen mit anderen Augen zu sehen. Denn das Leben bietet so viel mehr: „Der Herr ist wahrhaftig auferstanden!“

 

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Dr. Matthias Wilke

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Mo. 06.04.15
Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen!
Monatsspruch
Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen!

Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen!
Mt 27,54

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Sa. 31.01.15
Wochenspruch Sonntag, 01.02.2015 bis Samstag…
Wochenspruch
Wochenspruch Sonntag, 01.02.2015 bis Samstag, 07.02.2015

Wir liegen vor dir mit unserem Gebet und vertrauen nicht auf unsere Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit. (Daniel 9, 18) 

Septuagesimae (3. Sonntag vor der Passionszeit)

Erklärung

Während aus den Verkaufsregalen schon bald Schokoladenhasen und und bunte Eier locken, verstummt in den Gottesdiensten für neun Wochen das Halleluja. Das Jubeln wird erst wieder am Ostermorgen erklingen.
Mit dem Sonntag Septuagesima, dem dritten Sonntag vor der Passionszeit, beginnt für die evangelischen Christen die Zeit der Vorbereitung auf das Osterfest. Zunächst mit dem Nachdenken über Gerechtigkeit. Die Frage nach einem gerechten Gott plagte damals Martin Luther. Seine Entdeckung: Gottes Gnade nicht zu verdienen, sondern darauf vertrauend zu leben. Bibeltexte und Wochenlied machen dies zum Thema.

Thema
Lohn und Gnade

KONTAKT

Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
Fr. 23.01.15
Eine große Familie
Thomas Steinke
Eine große Familie

Die Familie steht nach wie vor hoch im Kurs! Eine Umfrage in Deutschland zum Stellenwert von Familie, Beruf, Hobbies und Freunden brachte folgendes Ergebnis:
Im Jahr 2013 gaben rund 76 Prozent der Befragten an, dass für sie die Familie den höchsten Stellenwert hat. Wir alle sind Teil einer wie auch immer gearteten Familiengeschichte. Auch wenn wir keine eigene Familie gegründet haben, Teil unserer Herkunftsfamilie sind wir alle.
Und als Christinnen und Christen gehören wir nicht nur zu unserer leiblichen Familie, sondern auch zu einer geistlichen Familie: Wir sind Kinder Gottes durch den Glauben an Jesus Christus - und damit seine Schwestern und Brüder und Geschwister untereinander. Als Mitglieder dieser großen Familie sind wir regelmäßig zu „Familientreffen“ eingeladen: Sonntags in den Gottesdienst nämlich. In der nächsten Zeit besonders gemeinsam mit den Geschwistern in der Region zu den Themengottesdiensten zur Aktion „Liebe in Aktion“. Wie wir echte Beziehungen leben können, darum geht es ab dem 18. Februar.
Diese Aktion soll ausstrahlen in unseren „Familienalltag“. Wörtlich und übertragen verstanden. Unsere leiblichen Familienangehörigen werden positive Veränderungen spüren und unsere geistlichen Geschwister hoffentlich auch. In Kleingruppentreffen kann vertieft werden, was beim persönlichen Lesen des Buches angestoßen wird.
Übrigens: In unserer Region werden im Frühjahr zwei „Familienausflüge“ angeboten: Das Pilgerwochenende vom 1.-3. Mai 2015 und die Gemeindefreizeit in Boltenhagen über das Himmelfahrts-Wochenende.
Die Jahreslosung ruft uns dazu auf, uns als Glaubensgeschwister in Liebe zu begegnen - und darüber hinaus niemanden auszugrenzen, der von außen dazu kommt und eine neue Heimat bei uns sucht:
„Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob!“ (Römer
15,7)
 

KONTAKT

Thomas Steinke

Arbeitsbereiche im Kirchenkreis: 
Superintendentur
Arbeitsbereich in der Kirchengemeinde: 
Pastor/-innen
Thomas
Steinke
Pastor
Rotenburger Str. 11
27389
Fintel
Tel.: 
04265/9540641
Sa. 28.02.15
Ich schäme mich des Evangeliums nicht: Es…
Monatsspruch
Ich schäme mich des Evangeliums nicht: Es ist eine Kraft Gottes, die jeden rettet, der glaubt. Röm 1,16

Ich schäme mich des Evangeliums nicht: Es ist eine Kraft Gottes,
die jeden rettet, der glaubt.
Röm 1,16

KONTAKT
Mo. 12.01.15
Einander annehmen
Barbara Dieterich
Einander annehmen

In den achtziger Jahren war ich das erste Mal im Libanon und vor einigen Jahren in Israel und Palästina. Ich war beeindruckt und beschämt von der Gastfreundschaft, die ich dort erlebt habe, beeindruckt, wie freundlich wir aufgenommen und bewirtet wurden, beschämt, als ich daran dachte, mit wie viel Misstrauen und Vorurteilen wir Menschen aus anderen Ländern begegnen. Sicherlich ist es ein Unterschied, ob ich im Urlaub in ein fremdes Land fahre oder flüchten muss, aber gerade Flüchtlinge, von denen wir kaum ahnen, was sie hinter sich haben, brauchen umso mehr Zuwendung und freundliche Aufnahme. Es ist ja noch gar nicht so lange her, dass Deutsche ihre Heimat verlassen mussten und darauf angewiesen waren, ein neues Zuhause zu finden.

Während ich diese Zeilen schreibe, sind in Scheeßel im Gemeindehaus der Lukas-Kirchengemeinde Menschen aller Nationalitäten zu einem „Café International“ eingeladen, sich kennen zu lernen auch über Sprach-, Kultur- und Religionsunterschiede hinweg.

Unterschiede verunsichern und machen vielleicht sogar Angst, aber statt die Angst zu schüren, lässt sie sich abbauen, wenn wir Möglichkeiten schaffen, uns zu begegnen, bereit sind, einander gelten zu lassen und zu unterstützen, auch wenn das nicht immer leicht ist.

Fremde aufzunehmen gehört zu den Werken der Barmherzigkeit, an denen wir gemessen werden, genau so wie: Hungrigen zu essen geben, Durstigen zu trinken geben, Nackte zu bekleiden, Kranke und Gefangene zu besuchen. Denn Jesus sagt: „Alles, was ihr für eines dieser meiner geringsten Geschwister getan habt, habt ihr für mich getan“. (Matthäus 25,40)

KONTAKT

Barbara Dieterich

Barbara
Dieterich
Pastorin
Jägerberg 10
27383
Scheeßel-Bartelsdorf
Tel.: 
04261/776299

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